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Raftingtour
2003 der DLRG Baunatal
Zur
6. Raftingtour startete am 1. Mai eine fünfköpfige Gruppe
zu einer viertägigen Tour nach Haiming in Tirol/Österreich.
Auf dem Programm dieser Reise standen am zweiten Tag verschiedene
Raftingtouren auf der Inn in der Imster-Schlucht. Die Eingewöhnungstour
am Vormittag begann mit der Auswahl des Neoprenschutzanzuges,
eines Helms, den Neoprenschuhen und natürlich der Schwimmweste.
Am Einstiegsplatz wurden die Boote fertig gemacht und ein erfahrener
Guide unterwies die Mannschaft in die wichtigen Kommandos, Verhaltensregeln
und der Handhabung der Ausrüstung an Bord.
Danach begann das Abenteuer der fünf Baunataler Gunnar Ranft,
Peter Rappen, Klaus Keßler, Marc Niebel und Peter Siebert-Fröhlich.
Mit heftigem Schaukeln tanzt das Schlauchboot auf den Wellen,
saust hinab durch gischtende Fluten bis die nächste Welle
wieder das Boot auf Ihren Rücken trägt. Links rückwärts,
alle vorwärts - rauschen die Kommandos ebenso wie die Wellen
an einem vorüber.
Die zweite Tour am Nachmittag galt dem Powerrafting.
Hierbei sitzt man im Gegensatz zum normalen Rafting zu dritt in
einem schmalen, Kanuähnlichem Gummiboot – normalerweise
ohne einem Guide. Bei dieser Tour fuhr unser Guide aber dennoch
mit, um die zwei Boote je mit drei Mann besetzen zu können
und weil durch die Öffnung der Schleusen der Fluss über
Mittag anstieg und allen eine anstrengende Schwerwassertour bescherte.
Er selbst hatte natürlich auch Spaß und Lust daran
eine derartige Tour mit zu Fahren. Gepaddelt wird mit aller Kraft.
Das 4-5° kalte Wasser überschüttet einen wann immer
es geht aber es gelingt dem Wasser nicht, eines der beiden Boote
zum kentern zu bringen. Nur das Boot mit dem Guide musste unseren
jüngsten wieder an Bord holen- was aber nicht an den hervorragenden
Fähigkeiten unseres jüngsten lag, sondern eher an den
doch sehr intensiven Wellen – eben Adrenalin pur. Am Abend
wurde es deutlich ruhiger. Bei gemütlicher Runde klang der
Abend, dicht bei einem Festzelt welches an unser Quartier gelegen
war, aus.
Begonnen wurde der dritte Tag im Skigebiet von Sölden, wo
Peter Rappen mit einem externen Freund bei massiven Schneegestöber
zum Skifahren in ca. 3000m Höhe verabredet war. Während
der andere Teil der Gruppe sich aufmachte einige Sehenswürdigkeiten
auszuspähen. So besuchten die vier den größten
Wasserfall Tirols. Weiterhin wurde das Ötzidorf besichtigt,
um zu erfahren wie unsere Vorfahren einmal gelebt haben könnten.
Am Nachmittag führte der Weg nach Pfunds zum Hochseilgarten.
Hier ist es so, das man sich ja eigentlich vorher anmelden muss
um an einem derartigen Erlebnis teilnehmen zu können. Unser
Glück war es, das ein Betreuer des Hochseilgartens uns wiedererkannte,
weil mit ihm bereits vor zwei Jahren geraftet wurde. Und schon
ging es los.
Was ist ein Hochseilgarten? – In 10m Höhe müssen
die verschiedensten Übungen vollzogen werden – aber
wie beim Rafting mit einer guten Ausrüstung (Helm, Gurte
und Sicherungsseile). Bis auf einen „Höhenverweigerer“
schwangen und kämpften alle sehr tapfer auf dünnen Seilen,
Balken und wackeligen Brücken in luftiger Höhe umher.
Einige der Übungen sind nicht einmal ohne die beeindruckende
Höhe einfach zu bewältigen aber mit viel Schweiß
und Geduld ging auch das. Ein großes Highlight war zum Abschluss
der „Telefonmast“ auf diesem war ein Kaffeeteller
großes Plateau angebracht. Die Kunst war es hinaufzuklettern
und dann den Übergang vom klettern bis zum Stehen auf dem
Teller hinzubekommen. Das kann schon eine ziemlich lange Zeit
Dauern – je nachdem, wie viel Mumm einer hat. Bei zuviel
oder zu wenig Kraftaufwand beim Hinstellen ist man schneller wieder
unten als einem lieb ist, aber zum Glück ist man auch hier
3fach gesichert. Für viele war der Hochseilgarten eine größere
Herausforderung als die beiden Raftingtouren – und die waren
schon recht spannend. Das Wetter hatte sich sehr zügig im
Laufe des Vormittags zum deutlich bessern gewendet, So traf man
am Abend auf einen im Gesicht sehr rotgebrannten, gutgelaunten
Peter Rappen welcher dann von seinen Skierlebnissen berichtete.
Der vierte Tag bedeutete die Heimreise. Mit einem Abstecher im
Allgäu zum Skyline Park wurde diese Reise abgerundet. Dieser
Park ist ein sehr schöner übersichtlicher Familienpark
dessen spannendstes Highlight der Power-Shot war. Hierbei wird
eine Kugel mit zwei Personen in 90m Höhe geschossen –
diese erreicht man in ca. 3 sec. Und ca. 4,5G. Die auch leicht
in sich drehende Kugel beschert einem im wahrsten Sinne des Wortes
atemberaubenden Ausblick und ein ebensolches Erlebnis. In dieser
Kugel saßen Marc der sich mit seinen 14 Jahren – alle
anderen sind um die 30 Jahre alt - super eingefügt hat und
für alle eine echter Teamkollege war. Ebenfalls in der Kugel
saß unser „Höhenverweigerer“ – sieh
an!
Nach diesem sehr intensiven, erlebnisreichen Wochenende freute
man sich schon sehr auf das zuhause um alle Eindrücke in
ruhe zu verarbeiten. Dieses aber mit einem klaren Fazit –
es wird ein nächstes Mal geben. Wie immer halt.
Peter Siebert Fröhlich
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