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Amsterdam,
die Fahrradstadt. Ein Eindruck, den die 16 Jugendlichen
und ihre Betreuer aus der Hauptstadt der Niederlande mitnehmen.
Und es ist nicht der einzige...
Vom 13. Mai bis zum 16. Mai 2005 verbrachte die Jugendgruppe
der DLRG – Baunatal ihre Pfingstfreizeit auf einem
Campingplatz in Amsterdam. Auf dem Programm stand zum Beispiel
eine Tretbootfahrt auf den berühmten Grachten der Stadt.
Bei Sonnenschein war die Bootsfahrt eine spaßige Angelegenheit.
An den Hausbooten vorbei und unter den unzähligen Brücken
hindurch wurden die durch die eigene Körperkraft angetriebenen
Boote gesteuert und verschafften der Gruppe somit einen
einzigartigen Blickwinkel. Zum weiteren Programm zählte
der Besuch des Anne Frank Hauses. Auf den Spuren des jüdischen
Mädchens, das sich lange Zeit mit seiner Familie vor
den Deportationen der Nationalsozialisten verstecken konnte,
führte der Weg durch das berühmte Hinterhaus im
Herzen Amsterdams. Original erhaltene Tapeten oder Schriftstücke
der Familie Frank prägten die Ausstellung.
Zwischendurch musste auch Zeit zum Shoppen sein. Man findet
alles vom Bekleidungsgeschäft bis hin zum Supermarkt
– wie es sich für jede Stadt gehört. Doch
die Innenstadt Amsterdams strahlt ein besonderes Flair aus.
Am „Dam“, der Einkaufsmeile schlechthin, posieren
imposante Gestalten und lassen sich mit den vielen Touristen
ablichten. Andere locken unzählige Tauben mit Brot
und sitzen in einem Meer der gefiederten Tiere oder jonglieren
mit Kettensägen. Dem Ideenreichtum der Amsterdamer
sind keine Grenzen gesetzt. Zwischen diesem Trubel sieht
man Tag und Nacht immer wieder Fahrräder, Fahrräder,
Fahrräder.
Eine weitere Attraktion für die Jungs, oder besser
Männer der Gruppe war die Heineken Brauerei. Die Amsterdamer
Biermacher haben sich für ihre Gäste etwas besonderes
einfallen lassen. Eine Brauereiführung der etwas anderen
Art lädt zum ausprobieren, anfassen und mitmachen ein.
So durchlebt man zum Beispiel den Weg der Bierflasche vom
Abfüllen über den Transport bis hin in die Bars
und Diskotheken am eigenen Leib oder entwürft seinen
eigenen Werbespot.
Der nächste Weg führte ins Wachsfigurenkabinett
„Madame Tussauds“. Das Vorurteil „Wachsfiguren?
Viel zu langweilig!“ legen auch die letzten hier ab.
Das Gruselkabinett war schon angekündigt, dann warnt
ein Schild alle Schwangeren und Herzkranken nicht weiter
zu gehen. Hinter einem schwarzen Vorhang erwachen die Wachsfiguren
zum Leben. Da ist das panische Schreien nicht mehr zu unterdrücken
und jedem, der noch keine Angst hatte, ist spätestens
jetzt ein wenig mulmig in der Magengegend. Nachdem diese
Hürde genommen ist, geht es weiter zu den Wachsfiguren.
Ein kleiner Plausch mit Gerhard Schröder und der Königin
der Niederlande ist an der ein oder anderen Ecke nicht wegzudenken.
Vorbei an Musiklegenden wie Tina Turner, ein Küsschen
für Robbie Williams und was hatte Marilyn Monroe noch
schnell unterm Rock? – der Tag ist perfekt. Überall
können die DLRGler ihre Stars bestaunen. Am Ende ruft
noch das Karaoke Sofa.
Doch so viele Fassetten Amsterdam am Tag hat, in der Nacht
sind es noch viele mehr. Straßenkünstler suchen
sich ihr Publikum auf den Plätzen und es bildet sich
schnell ein Kreis interessierter Zuschauer. Nach fünf
Minuten Schaukampf oder Breakdancing ist ihr Programm zu
Ende und das Publikum löst sich langsam in alle Richtungen
auf. Die Menschenmassen verschwinden in den von Bars und
Kneipen bunt beleuchteten Gassen. Nicht weit entfernt vom
hitzigen Nachtleben findet man auch ruhige, romantische
Stellen auf den Brücken, am Wasser oder in einer kleinen
Amsterdamer Straße, an deren Ränder die schmalen
Häuser in den Himmel reichen.
Bei dieser Freizeit kam wirklich jeder der Teilnehmer auf
seine Kosten. Die Tage in Amsterdam werden für alle
unvergesslich bleiben.
Janina Suchy
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